Veranstaltung zu Patientenverfügung

24. Mai 2018

„Sprechen und klären was wirklich wichtig ist!“

Veranstaltung zu Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht

Auf großes Interesse stieß die Veranstaltung der örtlichen SPD Bezirksrätin Elisabeth Jordan zum Thema Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Irmgard Hofmann, Bezirksrätin aus München und Pflegeethikerin konnte als Referentin immer noch bestehende Vorurteile zum Thema entkräften. Sie betonte in ihren Ausführungen, dass der gesetzliche Rahmen seit 2009 klarer sei.

„Eine Vollmacht, um die Patientenverfügung durchzusetzen und dadurch auch den niedergeschriebenen Willen einer Person zu respektieren, ist bereits für junge Erwachsene und für Ehepaare wichtig“, erläuterte die Referentin. Eine Vorsorgevollmacht gilt nur, wenn sich die betreffende Person nicht mehr selbst äußern könne. Aus diesem Grund solle man eine Vollmacht an eine Person des Vertrauens geben, die stabil sei und sich durchsetzen könne, so die Expertin. Besonderen Wert legte Irmgard Hofmann auf das Sprechen und Klären, was wirklich wichtig sei, um den Willen des Vollmachtgebers zu kennen.

„Denn nicht der Wille des Bevollmächtigten, sondern den Willen des Vollmachtgebers gilt es zu respektieren!“, führt Hofmann aus. Dies gelte insbesondere dann, wenn künstliche Ernährung oder Beatmung in der Patientenverfügung abgelehnt wurden. „Auch die Dauer einer Weiterbehandlung im Falle eines Komas sollte klar mit der Bezugsperson besprochen werden und schriftlich festgelegt sein“, so die Pflegeethikerin. „In einer palliativen Situation ist die bestmögliche Pflege und Zuwendung zu gewährleisten, und das Einschalten von spezialisierten Palliativdiensten zur Unterstützung hilfreich“, empfahl Irmgard Hofmann.

Die Rosenheimer SPD-Bezirksrätin Elisabeth Jordan wies abschließend darauf hin, dass die Palliativmedizin bei unheilbaren Krankheiten schwer belastende Symptome lindern könne. Gerade auch in dieser Situation seien Patientenverfügungen von großer Bedeutung und können den emotional belasteten Angehörigen Druck nehmen.

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